Persönlichkeitsrechte und Datenschutz in der Wolke?

In seiner Antrittsvorlesung „Persönlichkeitsrechte und Datenschutz in der Wolke?“ referierte Prof. Dr. Jörg Schulte, Dekan des Fachbereichs Technik, über moderne Herausforderungen des Datenschutzes im Internet.

Persönlichkeitsrechte und Datenschutz sind Themen, die in der Wahrnehmung zusehends an Bedeutung gewinnen. Insbesondere die organisatorischen und technischen Aspekte moderner Informationsverarbeitung bewegen die Öffentlichkeit. Geo-Dienste wie Street View, verteilte Verarbeitung persönlicher Daten, Datenerfassung in Smart Grids sorgen für lebhafte politische Diskussionen und eine starke Verunsicherung beim Bürger bzw. Kunden.

Persönlichkeitsrechte und Datenschutz in der Wolke? from Hochschule Weserbergland on Vimeo.

#opco11 – Erfahrungen mit E-Learning: Lernortübergreifende Praxisintegration via Blended-Learning im dualen oder berufsbegleitenden Studium

Der Titel der 3. Woche „Von iPads, eBooks & Virtual Classrooms. Lerntechnologien“ reizt mich eigentlich dazu, mich einem mehr mit dem künftigen Einsatz von neuer Technologie (z.B. die neuen Möglichkeiten beim Einsatz von Augmented Reality, vgl. z.B. Horizon Report 2011) zu beschäftigen, als einen Blick zurück zu werfen.

Andererseits hat sich unser Blended-Learning Ansatz im dualen Studium seit etwa 10 Jahren bewährt und ist sicher auch berichtenswert. Die Erfahrungen stammen im Wesentlichen von zwei Bachelor-Studiengängen, Betriebswirtschaft und Wirtschaftsinformatik mit jeweils drei Fachrichtungen. Zurzeit wird dieses Modell auf einen weiteren dualen Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen sowie auf einen berufsbegleitenden Masterstudiengang „General Management“ übertragen. Zwischenzeitlich haben wir auch im Weiterbildungsbereich, z.B. beim Führungskräfte-Programm oder bei dem Zertifikatsstudienangebot ProWiSo diese Lehr-/Lernprozessgestaltung eingeführt.

Basis unserer Lehr-/Lernprozessgestaltung ist das Lernmanagementsystem ILIAS, das als Open-Source-Software von der Uni Köln entwickelt wurde. Der Schwerpunkt der Nutzung liegt in der Kommunikation von Studierenden untereinander, mit den Lehrenden sowie mit Praktikern insbesondere bei der lernortübergreifenden Betreuung (vgl. weiter unten). Einige wenige Contentmodule, decken z.B. Themenbereiche wie wissenschaftliches Arbeiten oder Projektmanagement als Vorbereitung oder Repetitorium der ansonsten im Präsenzstudium angebotenen Inhalte ab.

HSW-LMS ILIAS

Kommunikationsbasis ILIAS

In den Studiengängen finden wir fünf Klassen von Modulen: 1. Theoriemodule, 2. Praxismodule, 3. Praxisgebundene Theoriemodule, 4. Projektstudium und schließlich 5. Praxisorientierte Thesis. Abgesehen von dem reinen Theoriemodul, das ausschließlich am Lernort Hochschule (und natürlich zu Hause, oder wo auch immer) stattfindet, finden die anderen Module insbesondere auch am Lernort des betrieblichen Praxispartners statt.

Durch eine festvorgegebene Taktung  der Lehr-/Lernprozesse wird ausgehend von einem „formalen Lernimpuls“ (z.B. Themenvereinbarungen für die Reflexion des Praxisstudiums, Leit-/Rechercheaufgaben zu praxisgebundenen Theoriemodulen) der Lernende im informellen Lernen durch Mitarbeit im Tagesgeschäft oder in Projekten, durch Gespräche mit Arbeitskollegen usw. durch einen Dozenten via ILIAS betreut. Der Lehrende hat dabei nicht die Rolle des Wissensvermittlers, sondern  die des „Lernberaters“ bzw.  „Lernhelfers“. Die Betreuung erfolgt in der Regel asynchron, aber auch synchron z.B. via WebEx. Zum Abschluss des Moduls wird es wieder formal: Kompetenzprüfung in Form verschiedener Leistungsnachweise (klass. Hochschulprüfung oder künftig als E-Portfolio).

ILIAS bietet dabei ein großes Spektrum von Instrumenten, wie z.B. Kurse, Wikis, Foren, Mail, Mediacast, Webfeed, Lernmodule in SCORM/AICC/HTML usw. Eine besondere Stärke von ILIAS ist allerdings das umfangreiche Rechte- und Rollenkonzept, das hervorragend geeignet ist, um die Rollen von Lerner und Lehrer abhängig von der Anforderung im Lehr-/Lernprozess zu wechseln. Dies wird z.B. beim Einsatz von Studierenden als Tutor genutzt.

Ein wichtiger Aspekt eines solchen Ansatzes innerhalb einer geschlossen Community (Mitglieder der Hochschule) ist die Geborgenheit der Gemeinschaft. Ganz anders als in offenen Kursen (z.B. #opco11), kennen sich hier alle Teilnehmer auch persönlich und entwickeln ein Vertrauensverhältnis, das für den Lehr-/Lernprozess eine über diesen Prozess hinaus entscheidende Bedeutung hat (z.B. Alumni-Verbundenheit).

Übrigens haben wir seit kurzem eine Verbindung zwischen ILIAS und Mahara geschaffen, um die Nutzung von E-Portfolios zu fördern. Bei der Einführung von E-Portfolios bleibt allerdings die Unsicherheit der fehlenden Standardisierung und damit der lebenslangen Verfügbarkeit der eigenen Daten zurzeit ungewiss. Bei Nutzung eines Blogs ist jeder Nutzer selbst Herr der Daten, allerdings nicht mit den besonderen Möglichkeiten unterschiedliche Zielgruppen mit passenden Ausschnitten des eigenen Portfolios zu bedienen.

Mein Ziel bei der Teilnahme am #opco11 liegt u.a. darin, Erfahrungen zu sammeln, welche Social Media Instrumente und Arrangements zu den o.g. Lehr-/Lernszenarien passen könnten. Deshalb freue ich mich auf zahlreiches Feedback aus der opco11-Commuity!

#opco11 – „Wir schulen nicht, wir lassen entdecken!“

Eine ertragreiche zweite Woche des offenen Online Kurses (#opco11) neigt sich dem Ende zu. Die Artikelüberschrift „wir schulen nicht, wir lassen entdecken“ ist der motivierende Slogan der Woche, eingeführt von der Referentin Ellen Trude (Bayer Business Services), die einen hervorragenden Vortrag (Aufzeichnung, Präsentation) mit dem Titel „Nicht ohne meine Community! Social & Networked Learning“ gehalten hat.

Die Quintessenz für mich:  Lernpfad (formell/nicht formal) + Erlebnispfad (informell) = Social & Networked Learning. Also doch, die Mischung macht´s. Im Grunde genommen, genau wie bei #opco11. Im Beispiel von Frau Trude werden Teilnehmer auf eine Social Media Expedition durch einen Lernbegleiter begleitet. Erfahrungen im Social Web werden durch das Bearbeiten vorgegebener Aufgaben gemacht. Das Ziel liegt in der Förderung der Kompetenzen für Social Business, Enterprise 2.0 und schließlich für das persönliche Lernnetzwerk (Personal Learning Network). Ein gelungenes Beispiel für Work Smarter (or Learn Smarter) nach Jane Hart.

Daneben gab es wieder eine Vielzahl von Einzeldiskussion und interessanten Beiträgen, die z.B. wieder von Jochen Robes oder auch Dörte Giebel zusammengefasst wurden. Für uns als moderne, praxisorientierte Hochschule ist die ebenfalls von Dörte Giebel erstellte Präsentation ihrer Ergebnisse zum Thema „Studienberatung im Social Web“ sehr wertvoll – vielen Dank!

Persönlich haben mich die Kommentare zu unserem Blog, speziell zum Thema „Digital Natives“ gefreut. L. Ress hat freundlicherweise auf die deutlich passenderen Begriffe “Digital Residents” und “Digital Visitors“ mit dem Verweis auf den Online education blog der University of Oxford (Autor David White) hingewiesen. Andrea Brücken schildert in ihrem Kommentar, wie sie bei begrenzter Lernbereitschaft ihre Teilnehmer motiviert – direkte Ansprache ist dabei entscheidend.

#opco11 – Wie könnte das neue „Social Learning“ aussehen?

Heute Mittwoch, 11.5.2011, 17-18 Uhr im Online-Event (Referentin: Ellen Trude, Bayer Business Services GmbH, Zugang: http://www.ustream.tv/channel/opco11 ) geht es unter anderem um die Frage: Wie könnte das neue „Social Learning“ aussehen?

Zur Vorbereitung dieser Session hier einige Gedanken und weiterführende Fragen von meiner Seite. Was ist unter dem Konstrukt „neues Social Learning“ eigentlich zu verstehen? Meint dies grundsätzlich im Sinne von Siemens konnektivistisches Lernen? Und ist es weiter gefasst so zu verstehen, im Sinne von einer neuen Mischung von informellen und formellen Lehr-/Lernstrukturen? #Opco11 ist ein schönes Beispiel für diese Form der Mischung. Auf der einen Seite gibt es einen formellen Rahmen (vgl. Agenda). Andererseits entwickeln sich ausgelöst durch diesen „formellen Impuls“ innerhalb der sozialen Vernetzung Teilnehmer auch neue Fragestellungen bzw. Perspektiven auf angrenzende und zusammenhängende Themen (vgl. z.B. Communities of Practice)

Stichwort 90-9-1 Rule – eine Frage die seit einigen Tagen verschiedene #opco11-Teilnehmer bereits intensiv diskutiert haben, hier noch mal etwas anders formuliert: Wie kann die intrinsische Motivation und damit Begeisterung speziell für dieses zukunftsweisende Thema weiter gesteigert werden? Braucht es mehr extrinsische Impulse? Braucht es mehr Zertifizierungs-/Creditierungsmöglichkeiten?

Gibt es wirklich die Generation der sogenannten „Digital Natives“ mit den ihnen nachgesagten Eigenschaften? Wenn ja, was meint insbesondere diese Teilnehmergruppe dazu, wie das netzbasierte soziale Lernen verbessert werden kann. Wie entsteht bei ihnen intrinsische Motivation? Überhaupt, wo ist eigenlich diese Teilnehmergruppe bei #opco11 zu finden ;-)?

#opco11 – Zukunft des Lernens Woche 2: Social & Networked Learning

Nachdem die erste Woche bereits mit einer Reihe von anregenden Diskussionen, z.B. „OpenCourse 2011 4. Tag – mal was ketzerisches…„, gestartet ist (Eine Zusammenfassung von J. Robes ist hier zu finden), dürfen wir auf die zweite Woche ebenso gespannt sein. Im Fokus stehen diese Woche folgende Fragestellungen: “Wie könnte das neue “Social Learning” aussehen? Wie können Social Media und die netzbasierten Communities den Austausch, die Verständigung und das Zusammenlernen verbessern?” Gesucht sind wieder Beispiele und Erfahrungen.

Meine neuen Erfahrungen aus der ersten Woche: Neben zahlreichen Blogs und Twitter wurde insbesondere auch das „audioBoo“ als Audio-Mikrobloggingtool verwendet. Sehr einfach zu bedienen und insbesondere für den mobilen Einsatz, z.B. via Mobiltelefon, hervorragend geeignet. Für das gemeinsame Brainstorming zur Fragestellung kam der webbasierte Echtzeiteditor „EtherPad“ zum Einsatz. Dieser ist insofern einfacher in der gesamten Handhabung, als z.B. GoogleDocs, da sich die Teilnehmer nicht erst anmelden müssen. Allerdings ist auch der Umfang der Tools nicht vergleichbar. Das aktuelle Ergebnis zur Frage der Bildungsvision ist hier nachzulesen.

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